Alter Friedhof in Forst mit neuem Gesicht

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG hat die Gemeinde Forst (Baden) ihren alten Friedhof zum Teil neu gestaltet und Angebote für künftige Bestattungen in einer parkähnlichen Atmosphäre geschaffen. Mit unterschiedlichen Bestattungsinseln für Urnengrabstätten und einem zentralen Labyrinth als Begegnungsstätte wurde ein würdevoller Ort der Trauer und des Gedenkens errichtet. Rund 1.300 Quadratmeter groß ist der neu gestaltete Friedhofsteil, der nun offiziell eingeweiht und seiner zukünftigen Bestimmung übergeben wurde.

Parkähnliche Landschaft mit unterschiedlichen Bestattungsinseln

Die neue Anlage auf dem alten Forster Friedhof hebt sich mit ihrer natürlichen Gestaltung deutlich vom traditionellen Bild vieler Friedhöfe mit Gräbern in Reih und Glied ab. Sanft geschwungene Linien und Wege sowie die hochwertige Bepflanzung lassen den Friedhofsteil neben der Trauerhalle wie einen liebevoll gestalteten Landschaftspark wirken. Die darin eingebetteten Bestattungsflächen für insgesamt 100 Urnengrabstätten teilen sich in drei Inseln mit unterschiedlichen Gestaltungsschwerpunkten auf. Die Gräberinsel „Wald“ besticht mit ihrer immergrünen Bepflanzung aus zahlreichen, heimischen Laub- und Nadelgehölzen, Stauden, Gräsern und Farnen, die für eine naturnahe Atmosphäre sorgen. Die Insel bietet Platz für 45 Urnengräber, die – wie bei den anderen Bestattungsbereichen auch - ohne Einfassungen mit der üppigen Rahmenbepflanzung verschmelzen. Im zweiten Bestattungsbereich, der Insel „Alpinum“, dominieren vor allem die mächtigen Natursteine aus heimischem Muschelkalk. Die Bepflanzung aus Polsterstauden, Steingartenpflanzen und den beiden Hängezedern unterstreicht den alpinen Charakter dieser Anlage. Hier können insgesamt 38 Urnen beigesetzt werden. Die Insel „Wasser“ ist die kleinste der drei Bestattungsflächen. Um einen kleinen Quellstein, der gestalterisch das Thema Wasser aufgreift, können insgesamt 17 Urnen inmitten der immergrünen Bepflanzung beigesetzt werden. In allen Bereichen werden die Namen der Verstorbenen auf Findlingen angebracht.

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Das Chartres-Labyrinth

Der optische Höhepunkt der neuen Anlage ist ein Labyrinth, welches nach dem Vorbild des weltberühmten Labyrinthes im französischen Chartres angelegt wurde. Mit einem Durchmesser von 9 Meter und insgesamt 11 Umgängen dient es als zentrale Stätte der Begegnung und des Gedenkens. Die neuen Sitzbänke, von denen man sowohl auf das Labyrinth als auch auf die einzelnen Bestattungsinseln blicken kann, laden die Friedhofsbesucher zum Verweilen und Innehalten ein.

Dauerhafte Grabpflege inklusive

Die jeweiligen Bestattungsinseln mit den Urnengräbern werden von der Friedhofsgärtnerei Siegele aus Bruchsal gepflegt. Der Pflegeaufwand, der für viele oft belastend ist, entfällt für die Hinterbliebenen somit dauerhaft. Um das für die komplette Nutzungszeit der Grabstätte sicherzustellen, wird beim Graberwerb ein Dauergrabpflege-Vertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG abgeschlossen. Die berufsständische Organisation garantiert damit die langfristige Grabpflege und kontrolliert regelmäßig den Pflegezustand der Bestattungsbereiche sowie die Arbeiten der verantwortlichen Friedhofsgärtner vor Ort. 

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Zeichen für die Zukunft der Friedhöfe

„Mit der Neugestaltung des alten Friedhofs setzt die Gemeinde Forst ein deutliches Zeichen für die Weiterentwicklung unserer Friedhofskultur und für die Zukunft unserer Friedhöfe“, betonte der Geschäftsführer der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG, Thorsten Baege. Anstatt eines anonymen und trostlosen Gräberfeldes sei eine würdevolle Erinnerungslandschaft mit gärtnergepflegten Bestattungsangeboten entstanden, die sich an den Ansprüchen der heutigen Gesellschaft ausrichtet und den Wünschen der Hinterbliebenen entspricht.

Bürgerwünsche berücksichtigt

Die Neugestaltung des alten Forster Friedhofs ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Forst sowie der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG entstanden. Dabei wurden vor allem die Ergebnisse einer Bürgerbefragung berücksichtigt, aus der auch die Idee für das Labyrinth hervorging. Ein weiterer Wunsch der Bürger war beispielsweise auch die Erhaltung der vorhandenen Birken und Kastanien, die in das Gestaltungskonzept nicht nur einbezogen, sondern mit weiteren, neu gepflanzten Bäumen ergänzt wurden.

Informationen zu den gärtnergepflegten Bestattungsangeboten auf dem alten Friedhof erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung der Gemeinde Forst, Tel. (0 72 51) 780-0.